Julia Rehsmann ist Assistentin und Postdoktorandin am Institut für Sozialanthropologie. In ihrer Dissertation mit dem Titel «Waiting for a Liver: Manipulation, Magic and Moralising in Transplant Medicine» (2018) befasst sie sich mit existentiellen, technologischen und institutionellen Dimensionen des Wartens in der Transplantationsmedizin und zeigt auf, wie dieser Bereich der Hochleistungsmedizin mit moralischen, politischen und intimen Fragen zu «lives worth saving» durchzogen ist. Die Forschung für ihre Dissertation führte sie im Rahmen des SNSF-geförderten Projekts «Intimate Uncertaintes» unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Strasser, sowie einem Doc.Mobility an der University of Liverpool durch.
Zuvor studierte Julia Rehsmann Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und schloss ihr Studium 2012 mit der Arbeit «Act of Violence – Act of Love» ab, in der sie sich mit transnationaler Adoption zwischen Österreich und Äthiopien auseinandersetzte.  

Ihre Forschungsinteressen umfassen:

  • Temporalität
  • Warten
  • Medizinanthropologie, v.a. Organtransplantation, Lebererkrankungen, Palliative Care, Alkohol, Sucht
  • Transnationale Adoption
  • Qualitative Methoden
  • Regionaler Fokus: Europa (v.a. Deutschland, Schweiz, Österreich)
Buchcover
Hope. Flucht nach Europa, Leihmutterschaft in Russland, Organspende in Deutschland: Wünsche und Hoffnungen künstlerisch, wissenschaftlich und literarisch beleuchtet Mit Fotografien von Sarah Hildebrand und Beiträgen der Sozialanthropologinnen Gerhild Perl, Julia Rehsmann und Veronika Siegl
für Publikationen von Mag. phil. Julia Rehsmann

HS2018

Transplantationsmedizin anthropologisch betrachtet