Institut für Sozialanthropologie

Mitarbeitende

 

Sandhya ist Sozialanthropologin mit einem Schwerpunkt auf Recht, Diskriminierung und Ungleichheit. In ihren Forschungen thematisiert sie das Verhältnis von Rechtsnormen, persönlichen Gewalterfahrungen, sowie sozialen Vorstellungen von Hoffnung, Gerechtigkeit und Restitution.

Sandhya promovierte 2020 in Sozialanthropologie an der London School of Economics (UK); sie war am dortigen International Inequalities Institute (III) affiliiert. Sandhya hat ihren MPhil (Social Anthropology) an der University of Oxford (UK) erworben und ihren BA (Anthropology and Philosophy) am Colby College in Maine (USA). Davor hat sie ihr International Baccalaureate (IB) am United World College of Southern Africa (UWCSA) in Eswatini abgeschlossen. Ihre Forschungen wurden vom Leverhulme Trust, der Wenner Gren Foundation und des Deutschen Akademischen Austausschdienstes finanziert. 

In ihrer Doktorarbeit mit dem Titel “An Atrocious Hope: Dalit Voices and Legal Performance in the Production of the Prevention of Atrocities Act in Rajasthan” untersucht Sandhya wie Dalits (ehemals „Unberührbare“) im indischen Bundesstaat Rajasthan den 1989 Scheduled Castes/Scheduled Tribes (Prevention of Atrocities) Act mobilisieren, um ihre Situation anhaltender sozialer, politischer und ökonomischer Benachteiligung und diskriminatorischer Gewalterfahrung zu navigieren. Der PoA ist eines der ehrgeizigsten, aber auch am meisten kontroversen anti-Diskriminierungsgesetze in Indien. Gestützt auf 18 Monate ethnografischer Feldforschung in Rajasthan und Delhi, konfrontiert Sandhyas Arbeit Diskussionen über persönliche und sozial Auswirkungen traumatischer Gewalt mit Debatten zu legaler Beweisführung und zu Recht als institutionellem Möglichkeitshorizont. Die Arbeit fragt nach dem Verständnis von ‚Erfolg‘ im Kontext von Antidikriminierungsrecht und Gesetzgebung zu Hassverbrechen und nach den Möglichkeiten und Handlungsspielräumen, die solche Gesetze bieten.

Lehrveranstaltungen

Frühlingssemester 2021 

“Injuries on the Margins: Hate Crimes, Recognition and Legal Remedies”