Manon Borel ist Lehrbeauftragte am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern und hat aktuell ein Wissenschaftliches Politikstipendium inne. Ihre akademischen Interessen umfassen die Anthropologie von Grenzen, Zeit und Infrastruktur sowie feministische Anthropologie mit einem Schwerpunkt auf Armenien und den Südkaukasus.

Manon erhielt ihren Doktortitel in Sozialanthropologie (summa cum laude) im September 2026 von der Universität Bern. Für ihre Dissertation forschte sie während einem Jahr ethnografisch in den nördlichen armenischen Grenzregionen zur Türkei. In einer von Konflikten und geopolitischer Spannung geprägten Zeit erforschte sie das Alltagsleben an dieser geschlossenen, militärisierten Grenze und untersuchte die Bedeutung von Grenzen und Grenzziehungen (borders and boundaries) sowie die Rolle von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in diesem geopolitischen Moment der Ungewissheit.

Manon verfügt über einen Bachelor in Internationalen Beziehungen (Universität Genf) und einen Master in Sozialanthropologie (Universität Bern). Für ihre Doktorarbeit erhielt sie eine Doc.CH-Forschungsförderung vom Schweizerischen Nationalfonds. Ihr Forschungsprojekt wurde von Prof. Dr. Sabine Strasser (Universität Bern) als Hauptbetreuerin und Prof. Dr. Mathijs Pelkmans (LSE) als Zweitbetreuer betreut.

Im Herbst 2025 war Manon Gastforschende an der Yerevan State University und am Yerevan Center for International Education (YCIE).

  • Border studies
  • Migration and mobility studies
  • Armenian studies
  • Post-soviet studies
  • Anthropology of infrastructure
  • Anthropology of time