Institut für Sozialanthropologie

Institut für Sozialanthropologie

 

Manon-Julie Borel ist Doktorandin am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern. Sie hat einen Bachelorabschluss in Internationale Beziehungen (Universität Genf) und einen Masterabschluss in Sozialanthropologie (Universität Bern) und erhielt für ihre Promotion ein Doc.CH-Forschungsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds. Ihr Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Sabine Strasser (Universität Bern) als Erstbetreuerin und Prof. Dr. Mathijs Pelkmans (LSE) als Zweitbetreuer begleitet.

In ihrer Doktorarbeit, die den Arbeitstitel "Temporality of border infrastructures: Distant Neighborhood at the sealed Armenian-Turkish border" trägt, beschäftigt sich Manon-Julie mit dem ungelösten Konflikt zwischen Armenien und der Türkei. Sie untersucht die Alltagserfahrungen von Menschen, die an der geschlossenen und militarisierten armenischen Grenze zur Türkei leben und arbeiten. In ihrer Forschung interessiert sie sich für die zeitlichen Repräsentationen der Grenze und des Konflikts durch die Menschen und geht den folgenden Fragen nach: Wie beeinflusst die Grenze die Alltagserfahrungen in zwei Grenzinfrastrukturen und wie werden Nähe und Distanz durch die Alltagspraktiken der Menschen hergestellt und aufgehoben? Durch dieses Wechselspiel möchte sie die koexistierenden dis/connectivities (Trennungen und Beziehungen), die sie als distant neighborhood (entfernte Nachbarschaft) konzeptualisiert, zwischen der Türkei und Armenien beleuchten.

  • Border studies
  • Migration and mobility studies
  • Armenian studies
  • Post-soviet studies
  • Anthropology of infrastructure
  • Anthropology of time